Was ist ein Blindenführhund?


Ein Blindenführhund ist ein Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V.

Der Blindenführhund hilft seinem blinden und sehbeeiträchtigten Halter, sich unabhängig, zielgerichtet, stressfrei und sicher im Verkehr fortzubewegen, verhilft ihm zu mehr Freiheit und Selbständigkeit, unterstützt dabei, Örtlichkeiten zu finden, Hindernisse zu umgehen und anzuzeigen sowie an Bordsteinkanten anzuhalten.

Der Blindenführhund erleichtert es seinem Halter, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, ihn durch Einkaufszentren, Gebäude und Fußgängerzone etc. zu navigieren, Türen, Sitzgelegenheiten, Ampeln, Zebrastreifen etc. zu finden.

Der Blindenführhund ist eine Kommunikationsbrücke zur sehenden Umwelt, hilft Kameradschaft und soziale Inklusion und Bindungen zu fördern.

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Blinde und Sehbehinderte gibt es in Deutschland
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unter 30% Seh-Vermögen gilt man als sehbehindert
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unter 2% Seh-Vermögen gilt man als blind

Was kann ein Blindenhund mir geben?


  • Unterstützung für mehr Selbständigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit
  • Hilfe für sicheres und zügiges Laufen im Verkehr, Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln, Anzeigen und Umgehen von Hindernissen, Finden von Türen, Treppen, Ampeln, Zebrasteifen etc.
  • Entlastung der Familienangehörigen
  • Einen Freund, Partner und Kameraden im Hund zu finden
  • Schutz vor Alleinsein und Einsamkeit sowie Unterstützung zur positiven und aktiven Lebens- und Freizeitgestaltung
  • Mehr Orientierungssicherheit in bekannter und - abhängig  von meinen individuellen Möglichkeiten - auch in fremder Umgebung
  • Verbesserung des Kontaktes zu sehenden Menschen

Ein vertrautes Team:
der Mensch und sein Blindenführhund

Wäre ein Blindenführhund ein geeignetes Hilfsmittel für mich?


  • Ich bin blind oder stark sehbeeinträchtigt. Einige Führhundhalter haben zusätzlich eine Hörbeeinträchtigung oder leichte Gehbeeinträchtigung.
  • Ich befinde mich in einer guten physischen und mentalen Verfassung.
    Ich bin in der Lage, mit meinem Hund gut zu kommunizieren und zu interagieren und ihn zu kontrollieren.
  • Ich gehe liebevoll, einfühlsam, geduldig und konsequent mit meinem Hund um, während der Führarbeit und in der Freizeit.
  • Ich benötige meinen Hund, um mobil zu sein, weil ich mich unabhängig und frei fortbewegen möchte.
  • Ich übernehme Verantwortung für meinen Hund, für Fütterung, Pflege, regelmäßigen Auslauf und Zuwendung.
  • Meine Familie ist mit der Anschaffung des Blindenführhundes einverstanden.
  • Ich bin in der Lage, mich frei im Verkehr zu bewegen (Führhundinteressenten müssen vor ihrer Blindenführhundversorgung ein Orientierungs- und Mobilitätstraining mit dem Langstock absolviert haben).

Unser Service für Führhund-Interessenten


Wir laden Sie zu einer ersten Kontaktaufnahme und einem ca. 2 – 3-stündigen Beratungsbesuch nach Arnstadt ein.

Dort stellen wir Ihnen unsere Arbeit und die in Ausbildung befindlichen Hunde vor. Wir unternehmen gemeinsam einen Spaziergang und schaffen uns ein gegenseitiges Bild von unseren Erwartungen und Anforderungen.

Sie haben auch die Möglichkeit, mit einem in der Ausbildung befindlichen Hund einen Probegang im Führgeschirr unter Anleitung eines Ausbilders zu machen.

Haben Sie sich für die Zusammenarbeit mit unserer Blindenführhundschule entschieden, besucht ein Ausbilder Sie an Ihrem Wohnort. Dort verschafft es sich einen Eindruck von Ihrem Lebens- und Arbeitsumfeld und den möglichen Freilaufmöglichkeiten für Ihren zukünftigen Blindenführhund.

85% der sehbehinderten Menschen sind älter als 60 Jahre

85%
10% der sehbehinderten Menschen sind zwischen 30 und 60 Jahre alt

10%
5% der sehbehinderten Menschen sind jünger als 30 Jahre

5%

Mitgliedschaft in der International Guide Dog Federation


Sich beruflich weiterzubilden, neue, moderne Ausbildungsmethoden wie z.B. das Clickertraining kennenzulernen und zu praktizieren sowie der Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus anderen Ländern sind für uns sehr wichtig.

Deshalb nehmen wir u.a. seit dem Jahr 2000 regelmäßig alle zwei Jahre an den mehrtägigen Seminaren der International Guide Dog Federation (www.igdf.org.uk) teil, die jeweils in einem anderen Mitgliedsland der mehr als 90 Mitgliedsschulen stattfinden.

Seit Juni 2009 ist unsere Blindenführhundschule qualitätsgeprüfte Mitgliedsschule in der IGDF. Der Anerkennung ging ein mehrtätiges Assessment durch einen Prüfer der IGDF voraus, bei dem die Arbeit unserer Blindenführhundschule überprüft wurde nach den Qualitätsstandards der IGDF. Alle fünf Jahre wird das Assessment regelmäßig wiederholt und geprüft, ob die Mitgliedsschule den Standard erfüllt.

Bei Seminaren und Besuchen von Blindenführhundschulen in Großbritannien, Neuseeland, Australien, den U.S.A., Südkorea, der Schweiz, Kanada, Frankreich,  Japan und Kroatien konnten wir mit den Kollegen vor Ort Erfahrungen austauschen und neue Eindrücke sammeln.

International Guide Dog Federation

Referenzen

Referenzen

Referenzen

Referenzen

Vom Welpen zum Blindenführhund


Die beliebtesten Blindenführhundrassen sind heute Labrador Retriever und Golden Retriever sowie Mixe aus diesen beiden Rassen, die wir auch  in erster Linie ausbilden

Ein entscheidendes Kriterium für die Eignung ist die zielgerichtete Aufzucht der Junghunde.

Wir arbeiten mit ausgewählten und erfahrenen Züchtern zusammen.

Mit ca. 8 bis 10 Wochen beginnen die Welpen ihren neuen Lebensabschnitt in der Patenfamilie. Diese kümmert sich unter unserer fachgerechten Anleitung um die zielgerichtete Aufzucht der Junghunde bis zu einem Alter von ca. 1 bis 1 ½ Jahren. In dieser Zeit wird...

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Unser Team

Katharina Richter
Katharina RichterDiplompädagogin und Blindenführhundausbilderin
Kathi ist hauptsächlich tätig in den Bereichen Ausbildung / Einarbeitung /Nachsorge/Administration


Ron Gessler
Ron GesslerBlindenführhundausbilder
Ron ist hauptsächlich tätig in den Bereichen Ausbildung/Einarbeitung/Nachsorge /Junghundausbildung


Max Richter
Max RichterBlindenführhundausbilder
Max ist hauptsächlich tätig in den Bereichen Ausbildung/Einarbeitung/Nachsorge

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Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail!